Urfahranermarkt



Der Urfahranermarkt (kurz Urfahr-Markt oder Urfix) ist ein zweimal jährlich stattfindender Jahrmarkt im Bezirk Urfahr, am nach dem Markt benannten Jahrmarktgelände (Urfahrmarktgelände). Der bisherige Besucherrekord liegt bei insgesamt 680.000 Besuchern beim Frühjahrsmarkt im Jahr 2012[1].
Urfahranermarkt 2021
Termine Urfahranermarkt 2021
Die Markttermine des Jahres 2021 sind:
Der Frühjahrsmarkt 2021 hätte von 1. bis 9. Mai stattfinden sollenDer Frühlingsmarkt 2021 wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt.- Der Herbstmarkt 2021 soll von 25. September bis 3. Oktober stattfinden.
Programm Urfahraner Herbstmarkt 2019
Das Programm für den Urfahraner Herbstmarkt 2019 lautet[2]:
- Samstag, 28.9., 09:30 Uhr: Einzug vom AEC ins Festgelände mit Bürgermeister Klaus Luger und Festgästen
- Samstag, 29.9., 10:00 Uhr: Eröffnung durch Bürgermeister Klaus Luger und Vizebürgermeister Bernhard Baier, Salut der Pranger Schützen, Rundgang durch den Markt zum Festzelt; Eröffnungsansprachen und Eröffnung; Bieranstich
- Samstag, 29.9., 10:00 bis 11:00 Uhr: Freifahrten auf allen Schaustellergeschäften
- Samstag, 29.9., 21:30 Uhr: LIWEST-Großfeuerwerk
- Sonntag, 29.9, 11:00 bis 18:00 Uhr: ORF Radio-Oberösterreich-Musiktag aus dem Festzelt „Da Wirt 4s Fest“
- Dienstag, 1.10., 14:00 Uhr: Seniorennachmittag mit Walter Witzany im Festzelt mit Tanz und Prämierung des besten Tanzpaares
- Mittwoch, 2.10.: Almtal Kasberg zu Gast
- Mittwoch, 2.10.: bis 19:00 Uhr: Familientag unter dem Motto „Voller Spaß und viel Freude“ zu ermäßigten Preisen
- Donnerstag, 3.10., 21:30 Uhr: Großfeuerwerk der ARGE Urfahranermarkt
- Freitag, 4.10., 11:00 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst im Autodrom Straßmeier
- Sonntag, 6.10., 10:00 Uhr: Jagdlicher Frühschoppen im Festzelt „Da Wirt 4s Fest“ organisiert vom Landesjagdverband Oberösterreich
Gastronomische Großanbieter 2019
- Festzelt "Da Wirt 4s Fest"
- Donaualm
- Edelweissalm
Angebot
Der Urfahranermarkt bietet eine Mischung aus Gastronomischen Angeboten, Vergnügungseinrichtungen (Fahrgeschäften) und der Gewerbeausstellung. Das traditionelle Großfeuerwerk zieht auch viele Anrainer auf die Urfahrer Donaulände.
Gastronomie
Gastronomischer Kern des Urfahranermarktes sind die drei Festzelte mit umfangreichem kulinarischen Angebot. Diese geben dem Urfahranermarkt ein unverwechselbares Flair. In diesen Zelten wird auch Musik dargeboten, teilweise auch live. Auch Veranstaltungen werden in den Festzelten durchgeführt.
Darüber hinaus werden an Imbiss- Süßwaren- und Getränke-Ständen und sonstigen Verkaufsständen Waren angeboten.
Vergnügungseinrichtungen
Zahlreiche Fahrgeschäfte von unterschiedlichen Anbietern stehen zur Verfügung. Bekannte Klassiker sind das Riesenrad und das Autodrom Schlader. Beim Frühjahrsmarkt 2018 waren 60 Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden verfügbar.[3]
Gewerbeausstellung
In sechs Messehallen und im weitläufigen Freigelände präsentiert sich die heimische Wirtschaft, wobei den größten Raum die Möbelausstellung beansprucht. Die Ausstellung läuft im Frühjahr unter dem Motto Linzer Frühling[4], im Herbst als Linzer Herbst[5].
Geschichte
Frühjahr- und Herbstmarkt bestehen seit 1817, als Kaiser Franz I. das Abhalten zweier Märkte pro Jahr genehmigte. Er ist somit der älteste Jahrmarkt Österreichs. Laut Linzer Marktordnung findet der Urfahranermarkt im Regelfall neun Tage im Frühjahr ab letztem Samstag im April und im Herbst ab letztem Samstag im September statt. Ursprünglich fand der Markt am Steinmetzplatz statt, später am Standort des heutigen Bernaschekplatz. Erst seit 1902 findet er an der Urfahrer Donaulände (heutiges Jahrmarktgelände) statt. Ursprünglich war der Markt ausschließlich für den Handel mit Waren aller Art bestimmt, vor allem Gebrauchsgüter und landwirtschaftliche Geräte. Ende des 19. Jahrhunderts wurden auch Belustigungen wie Schießbuden oder Schiffsschaukeln hinzugefügt.
Urfahr wurde 1919 in Linz eingemeindet - zum Zeitpunkt der Eingemeindung stand der Markt vorerst vor dem Aus, jedoch wurde nach Protesten eine "Marktstudienkommission" gegründet, welche zwei Jahre später die Wiedereinführung dieses Marktes beschloss. Die Stadt musste sich verpflichten, den Markt für alle Zeit aufrecht zu erhalten und zu fördern - was bislang auch geschehen ist. Es gab eigene Schauhallen mit Zauberkünstlern und Wahrsagern während der Zwischenkriegszeit, wohingegen es in der Zeit des Zweiten Weltkrieges und in der Zeit danach bis zum Abzug der Besatzungsmächte still um den Markt wurde.
200-Jahre-Jubiläum 2017
Für die beiden Märkte im Jubiläumsjahr 2017 wurde ein besonderes Programm geschaffen. Zum Marktstart beim Frühjahrsmarkt gab es einen Festumzug mit Gästen aus den Partnerstädten entlang der Donau. Beim Kinderprogramm gab es Schuhplattler zu sehen, zum Abschluss des Marktes am 7. Mai folgte ein „Tag der Blasmusik“, mit einem Konzert im und um das Riesenrad als Höhepunkt. Als gastronomische Neuerung gab es eine "Wein & Ginloung" betrieben unter anderem von der Firma Weinturm. Die Feuerwerke wurden "in besonderer Intensität" gezeigt.[6]
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie mussten die Märkte im Jahr 2020 abgesagt werden. Der Markt im Frühjahr 2021 war zunächst geplant, musste aber aufgrund der anhaltend unklaren Lage Mitte Februar abgesagt werden.
Besucherzahlen
- 2019: 410.000 (Frühjahrsmarkt)[7]
- 2018: 470.000 (Herbstmarkt)[8]
- 2012: 680.000 (Frühjahrsmarkt) BESUCHERREKORD[1]
Weitere Informationen
Bilder
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Fahrgeschäft Herbst 2011
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Blick auf den Markt von der Nibelungenbrücke
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Westlicher Eingang, im Hintergrund Linzer Schloss und Brückenkopfgebäude
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Westlicher Eingang
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Autodrom
Einzelnachweise
- ↑ Hochspringen nach: 1,0 1,1 Besucherrekord auf Urfahranermarkt,
Oberösterreichische Nachrichten, 7. Mai 2012
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- ↑ Linz feiert seinen Jahrmarkt zum 200er im großen Stil,
Oberösterreichische Nachrichten, 7. März 2017
- ↑ Vorlage:WebseiteSicher
- ↑ 470.000 Besucher beim Urfahrmarkt,
Oberösterreichische Nachrichten, 8. Oktober 2018
Literatur
Andrea Bina, Georg Thiel: Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten. NORDICO Stadtmuseum Linz (Hg.), Verlag Anton Pustet, 2017. ISBN 978-3-7025-0859-3