Theater im Berg: Unterschied zwischen den Versionen
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Das '''Theater im Berg''' war ein Projekt zur Errichtung einer Oper am Linzer [[Schlossberg]], am Hang zwischen [[Linzer Schloss]] und [[Donau]]. Das Projekt wurde nach einer Medienkampagne in einer oberösterreichweiten Volksbefragung Ende November 2000 vom Volk abgelehnt und anschließend verworfen. Die Oper wurde schließlich als [[Musiktheater]] am ehemaligen [[Blumauerplatz]] errichtet. | Das '''Theater im Berg''' war ein Projekt zur Errichtung einer Oper am Linzer [[Schlossberg]], am Hang zwischen [[Linzer Schloss]] und [[Donau]]. Das Projekt wurde nach einer Medienkampagne in einer oberösterreichweiten Volksbefragung Ende November 2000 vom Volk abgelehnt und anschließend verworfen. Die Oper wurde schließlich als [[Musiktheater]] am ehemaligen [[Blumauerplatz]] errichtet. | ||
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Das Gebäude hätte teilweise im [[Schlossberg]]/[[Römerberg]] gebaut werden sollen. Das Foyer wäre zur [[Donau]] hin errichtet worden. Der Zuschauerraum hätte 1.100 Personen umfasst. | Das Gebäude hätte teilweise im [[Schlossberg]]/[[Römerberg]] gebaut werden sollen. Das Foyer wäre zur [[Donau]] hin errichtet worden. Der Zuschauerraum hätte 1.100 Personen umfasst. | ||
Die Errichtungskosten hätten ursprünglich 1,2 Milliarden Schilling (rund 87 Millionen Euro) betragen sollen.<ref> | Die Errichtungskosten hätten ursprünglich 1,2 Milliarden Schilling (rund 87 Millionen Euro) betragen sollen.<ref>{{Web|LINK=https://www.nextroom.at/building.php?id=1786&sid=4735&inc=pdf|TEXT=nextroom.at: Musiktheater Linz}}</ref> | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
1992 wurde vom Oberösterreichischen Landtag einstimmig ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Musiktheaters beschlossen. In der darauffolgenden Jahren wurde ein Standort für das Theater gesucht. Im Gespräch waren dabei etwa der alte Standort der [[Frauenklinik]] ([[Lederergasse]]), der alte Standort des [[Unfallkrankenhaus]]es am [[Blumauerplatz]], im [[Volksgarten]], [[Alt-Urfahr]]-Ost, [[Promenade]], etc. 1994 wurde vom Unternehmen "Suter/Suter" der Standort am Schlossberg ("Theater am Römerberg") vorgeschlagen. Dieser Standort wurde schließlich 1995 von einer Expertengruppe als bester Standort vorgeschlagen.<ref> | 1992 wurde vom Oberösterreichischen Landtag einstimmig ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Musiktheaters beschlossen. In der darauffolgenden Jahren wurde ein Standort für das Theater gesucht. Im Gespräch waren dabei etwa der alte Standort der [[Frauenklinik]] ([[Lederergasse]]), der alte Standort des [[Unfallkrankenhaus]]es am [[Blumauerplatz]], im [[Volksgarten]], [[Alt-Urfahr]]-Ost, [[Promenade]], etc. 1994 wurde vom Unternehmen "Suter/Suter" der Standort am Schlossberg ("Theater am Römerberg") vorgeschlagen. Dieser Standort wurde schließlich 1995 von einer Expertengruppe als bester Standort vorgeschlagen.<ref>{{Web|OFFLINE=ja|LINK=www.katholische-kirche-oberoesterreich.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=13378|TEXT=Theater am Berg: Pro & Contra – Stimmen werden lauter und drängender}}, Kirchenzeitung, Ausgaben 2000/45</ref> | ||
Eine Machbarkeitsstudie wurde 1995 positiv abgeschlossen. 1996 bis 1998 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, der vom Architekten Otto Häuselmayer gewonnen wurde. Am 8. August 2000 wurden die Bewilligungen für den Bau erteilt. | Eine Machbarkeitsstudie wurde 1995 positiv abgeschlossen. 1996 bis 1998 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, der vom Architekten Otto Häuselmayer gewonnen wurde. Am 8. August 2000 wurden die Bewilligungen für den Bau erteilt. | ||
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=== Volksbefragung === | === Volksbefragung === | ||
Am 26. November 2000 wurde eine Volksbefragung durchgeführt. Diese war von der [[FPÖ]] gefordert worden und wurde durch die [[Kronen Zeitung]] medial unterstützt. Die Fragestellung lautete: "Soll in Linz ein neues Musiktheater gebaut werden?" An der Befragung nahmen 492.698 von 984.337 Wahlberechtigte teil (Beteiligung von 50,05 %). 59,69 % der abgegebenen Stimmen waren gegen den Bau in der vorgeschlagenen Form. Obwohl die Volksbefragung nicht bindend war, wurde von der [[Oberösterreichische Landesregierung|Oberösterreichischen Landesregierung]] daraufhin am 11. Dezember 2000 das Projekt "Theater im Berg" verworfen.<ref> | Am 26. November 2000 wurde eine Volksbefragung durchgeführt. Diese war von der [[FPÖ]] gefordert worden und wurde durch die [[Kronen Zeitung]] medial unterstützt. Die Fragestellung lautete: "Soll in Linz ein neues Musiktheater gebaut werden?" An der Befragung nahmen 492.698 von 984.337 Wahlberechtigte teil (Beteiligung von 50,05 %). 59,69 % der abgegebenen Stimmen waren gegen den Bau in der vorgeschlagenen Form. Obwohl die Volksbefragung nicht bindend war, wurde von der [[Oberösterreichische Landesregierung|Oberösterreichischen Landesregierung]] daraufhin am 11. Dezember 2000 das Projekt "Theater im Berg" verworfen.<ref>{{Web|LINK=https://www.musiktheater.at/archiv/verein/vereinsgeschichte.htm|TEXT=Freunde des Musiktheaters: Vereinsgeschichte}}</ref> | ||
== Einzelnachweise == | == Einzelnachweise == |
Aktuelle Version vom 23. Februar 2025, 12:05 Uhr
Theater im Berg | |
![]() Standort des "Theater im Berg", etwa in der Bildmitte neben dem Schloss | |
Nutzung | geplanter aber abgelehnter Theaterstandort |
Bezirk | Bezirk Innere Stadt |
PLZ | 4020 |
Ort | Linz |
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Leaflet | © OpenStreetMap contributors |
Das Theater im Berg war ein Projekt zur Errichtung einer Oper am Linzer Schlossberg, am Hang zwischen Linzer Schloss und Donau. Das Projekt wurde nach einer Medienkampagne in einer oberösterreichweiten Volksbefragung Ende November 2000 vom Volk abgelehnt und anschließend verworfen. Die Oper wurde schließlich als Musiktheater am ehemaligen Blumauerplatz errichtet.
Gebäude
Das Gebäude hätte teilweise im Schlossberg/Römerberg gebaut werden sollen. Das Foyer wäre zur Donau hin errichtet worden. Der Zuschauerraum hätte 1.100 Personen umfasst.
Die Errichtungskosten hätten ursprünglich 1,2 Milliarden Schilling (rund 87 Millionen Euro) betragen sollen.[1]
Geschichte
1992 wurde vom Oberösterreichischen Landtag einstimmig ein Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Musiktheaters beschlossen. In der darauffolgenden Jahren wurde ein Standort für das Theater gesucht. Im Gespräch waren dabei etwa der alte Standort der Frauenklinik (Lederergasse), der alte Standort des Unfallkrankenhauses am Blumauerplatz, im Volksgarten, Alt-Urfahr-Ost, Promenade, etc. 1994 wurde vom Unternehmen "Suter/Suter" der Standort am Schlossberg ("Theater am Römerberg") vorgeschlagen. Dieser Standort wurde schließlich 1995 von einer Expertengruppe als bester Standort vorgeschlagen.[2]
Eine Machbarkeitsstudie wurde 1995 positiv abgeschlossen. 1996 bis 1998 wurde ein Architektenwettbewerb durchgeführt, der vom Architekten Otto Häuselmayer gewonnen wurde. Am 8. August 2000 wurden die Bewilligungen für den Bau erteilt.
Volksbefragung
Am 26. November 2000 wurde eine Volksbefragung durchgeführt. Diese war von der FPÖ gefordert worden und wurde durch die Kronen Zeitung medial unterstützt. Die Fragestellung lautete: "Soll in Linz ein neues Musiktheater gebaut werden?" An der Befragung nahmen 492.698 von 984.337 Wahlberechtigte teil (Beteiligung von 50,05 %). 59,69 % der abgegebenen Stimmen waren gegen den Bau in der vorgeschlagenen Form. Obwohl die Volksbefragung nicht bindend war, wurde von der Oberösterreichischen Landesregierung daraufhin am 11. Dezember 2000 das Projekt "Theater im Berg" verworfen.[3]
Einzelnachweise
- ↑ nextroom.at: Musiktheater Linz
- ↑ Offline: Theater am Berg: Pro & Contra – Stimmen werden lauter und drängender (Suche auf archive.org ) , Kirchenzeitung, Ausgaben 2000/45
- ↑ Freunde des Musiktheaters: Vereinsgeschichte