Kollegium Aloisianum

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Kollegium Aloisianum
Schultyp Gymnasium und Realgymnasium
Bezirk Froschberg
Anschrift Freinbergstraße 32
PLZ 4020
Ort Linz
Schulträger Schulverein Kollegium Aloisianum
Gründungsjahr 1851
Schülerzahl 420
Klassen 20
Lehrerzahl 89 (2023)
Schulleiter Dir. Mag. Michael Haderer (Stand: Jänner 2026)
Schulkennzahl 401036
Webseite aloisianum.at
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Das Kollegium Aloisianum ist ein privates Gymnasium im Linzer Bezirk Froschberg. Es befindet sich an der Freinbergstraße nahe dem Sender Freinberg. Die Privatschule hebt ein Schulgeld von 455 Euro (10 mal jährlich) ein (Stand: September 2023)[1]. Ab September 2026 soll auch eine Volksschule angeboten werden.

Das Kollegium Aloisianum versteht sich als eine für alle Schülerinnen und Schüler offene katholische und ignatianische Privatschule. Die Schule fördert persönliche Entwicklung, soziale Kompetenz und selbstständigen Wissenserwerb. Die Basis bildet das christlich-humanistische Welt- und Menschenbild sowie die Ignatianische Pädagogik.[2]

Daten

Per (Stand: Dezember 2023) besuchten 420 Schülerinnen und Schüler in 20 Klassen die Schule.[3] Es sind rund 55 Lehrer an der Schule tätig.

Schulprofil

Das Kollegium Aloisianum bietet eine verschränkte Ganztagesschule mit Begleitpädagoginnen und Begleitpädagogen, die die Schülerinnen und Schüler optimal begleiten. Die Schule bietet gesunde Küche mit täglich zwei frisch gekochten Menüs, Suppe, Dessert und Salatbuffet sowie eine Nachmittagsjause. Die Freizeiträume und der großzügige Sport- und Freizeitbereich im Schulgarten komplettieren das optimale Umfeld für die Gestaltung des Ganztages.[4]

Unterstufe

In der Unterstufe setzen wir auf eine durchgängige verschränkte Ganztagesschule, in der die Schüler durch eigene Begleitpädagoginnen bzw. Begleitpädagogen begleitet und unterstützt werden. Ab der 3. Klasse können die Schülerinnen und Schüler aus zwei Schwerpunkten wählen:

  • Gymnasium mit der Weltsprache Spanisch
  • Realgymnasium mit naturwissenschaftlichem Labor[5]

Modulare Oberstufe

In der modularen Oberstufe werden die Schwerpunkte der Unterstufe weitergeführt. Die Schülerinnen und Schüler können Module nach ihren Interessen, Begabungen und Fähigkeiten wählen. Zudem gibt es Fokussierungen in den Bereichen Medizin, Wirtschaft, Technik und Coding, die mehrere Module zu maturablen Gegenständen kombinieren. Ein verpflichtendes Sozialpraktikum in der 7. Klasse zielt auf Sozialkompetenz und Persönlichkeitsbildung.[6]

Geschichte

Logo der Schule
Logo der Schule

Die Schule im heutigen Sinne besteht seit dem Jahr 1851 als Bischöfliches Knabenseminar. Bereits zuvor (nach 1837) wurde vom Jesuitenorden das Studium der Ordensschreiber im Gebäude angeboten. Die Schule war ursprünglich im Probeturm der Turmbefestigung Linz untergebracht. Bis 1856 hatte die Schule kein Öffentlichkeitsrecht, die Staatsprüfungen mussten am Akademischen Gymnasium abgelegt werden. Von 1856 bis 1868 bestand Öffentlichkeitsrecht, ging dann allerdings wieder verloren. 1897 wurde die Einrichtung in das Kollegium Petrinum verlegt und als Bischöfliches Gymnasium weitergeführt.

Im eigentlichen Aloisanum am Freinberg wurde der Schulbetrieb erst 1912 wieder aufgenommen. Während des zweiten Weltkriegs war die Schule wiederum geschlossen, im Gebäude Militär (insbesondere Flak) untergebracht. Die Wiedereröffnung als Privatschule erfolgte mit dem Schuljahr 1950/51. Zuerst als Expositur des Kollegium Petrinum, später der Kalksburg und schließlich des Akademischen Gymnasiums eingerichtet, wurde die Schule 1959 ein eigenständiges Privatgymnasium.[7] 1991 wurde die Schule von den Jesuiten an einen Verein übergeben und fortan von diesem betrieben.

2018-2019 wurde die Privatschule im Projekt "Aloisianum 2020" saniert und erweitert[8]. Die Kosten dafür waren mit rund 17 Millionen Euro veranschlagt. Erste Bauabschnitte waren bereits zu Schulbeginn 2018/2019 bezugsfertig, das Gesamtprojekt wurde Ende 2019 feierlich eröffnet. Das Bauprojekt "Aloisianum 2020" umfasste mehrere Bauphasen, darunter die Sanierung des Konviktgebäudes, den Neubau eines Schülerrestaurants mit Tiefgarage, den Zubau von Klassenräumen und Musiksaal, die Sanierung des Turnsaals und Umkleiden, sowie die Modernisierung des Zwischenbaus mit neuer Aula und Seminarräumen. Ein neuer Eingang auf Ebene der Freinbergstraße mit behindertengerechter Erschließung wurde ebenfalls realisiert. Die Finanzierung des Projekts erfolgte durch den Schulverein Aloisianum, den Österreichischen Jesuitenorden, das Land Oberösterreich, das Bundesministerium, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich und Fremdfinanzierung durch Hypothekarkredite.[9]

Direktor Klaus Bachler hat im Jänner 2021 überraschend seinen Rückzug vom Amt des Direktors angekündigt. Im April wurde mit Michael Haderer sein Nachfolger per 1. September präsentiert. Haderer war zuletzt am Schulamt der Diözese Linz tätig, zuvor war er als Religionslehrer am Aloisianum tätig.[10]

Mit September 2026 soll eine Volksschule eingerichtet werden. Ziel ist damit unter anderem auch, die Schülerzahlen langfristig zu stabilisieren und abzusichern.

Bilder

Öffentlicher Verkehr

Direkt vor der Schule befindet sich die Haltestelle Symbol Haltestelle Aloisianum ( 26).

Einzelnachweise

Weblinks

Gymnasien (AHS) in Linz
Allgemeinbildende Höhere Schulen